16th Aug2014

X. Amphi Festival 2014

by Carney

Das Amphi Festival hat in diesem Jahr sein Jubiläum gefeiert. Seit 10 Jahren schon treffen sich Freunde Dunkler Musik und der schwarzen Szene und feiern gemeinsam. Angefangen hat das “Amphi” in Gelsenkirchen, doch da wurde der Platz schnell zu klein. Auch der Tanzbrunnen in Köln war dieses Jahr das letzte mal Schauplatz des schwarzen Spektakels, denn 2015 wird das Amphi ein paar Hundert Meter weiter, rund um die Lanxess Arena seine Zelte aufschlagen.Dieses Jahr jedoch feierte das Amphi wie gesagt sein 10 jähriges und dabei ließen Veranstalter, Bands und die Gäste es so richtig krachen.

Ich konnte natürlich nicht überall dabei sein, aber da mit die neue Met-Lounge besonders gut gefallen hat, habe ich mich auf die Hauptbühne konzentriert. In der Met-Louge jedoch lies es sich super aushalten, Schatten und Getränke im Überfluss. Dazu der Blick auf die Hauptbühne und nette Leute. Für mich war der Ideale Ort gefunden. Nächstes Jahr wird die Hauptbühne in der Lanxess-Arena sein und es wird seit langer langer Zeit wieder möglich sein länger als bis 22 Uhr auf dieser zu spielen.

Amphi Festival 2014 - Lord of the Lost

Amphi Festival 2014 – Lord of the Lost

Angefangen hat das Amphi wie immer am Samstag um 10 Uhr morgens, was durchaus eine ungewohnte Zeit für viele der Besucher sein dürfte. Die erste Band begann um kurz vor 12 zu spielen. Kurz vor 15 Uhr betraten schließlich “Lord of the Lost” die Bühne und die Gäste feierten bereits um diese Uhrzeit ordentlich mit. Da die Zeit der einzelnen Bands bei so einem Festival immer sehr begrenzt ist, war das Set zwar leider viel zu kurz aber dennoch absolut hörenswert.

Etwas später sorgten “Hocico” für spanische Klänge am Tanzbrunnen. Diese Klänge waren für mich zwar ungewohnt, allerdings passten sie gut auf das Festival.

Amphi Festival 2014 - Corvus Corax

Amphi Festival 2014 – Corvus Corax

 

Zwischen den beiden Acts haben “Corvus Corax” für große Abwechslung gesorgt. Dennoch wurden sie von den Gästen gut gelaunt empfangen und gefeiert.

Sehr ungewohnt waren dieses Jahr “Blutengel & The Monument Ensemble“. Diese haben zwar sehr schöne Musik gemacht, allerdings haben diese doch sehr klassischen Klänge einfach nicht an diesen Ort gepasst. Damit meine ich noch nicht mal umbedingt das Amphi an sich, sondern mehr die Örtlichkeit der Hauptbühne. Dort waren diese Klänge zu leise. Dementsprechend leise war es auch vor der Bühne und viele suchten sich andere Bühnen für diesen Auftritt. Sehr schade, denn zwei Jahre früher hat Blutengel die Massen echt gerockt!

Den Abschluss am Samstag machten “Front 242” welche leider echte technische Probleme hatten. In einer späteren Meldung entschuldigten sich Veranstalter und Band bei den Gästen. Man wollte eigentlich das eigene Mischpult nutzen, das leider ausgefallen war. Den Technikern des Veranstalters war es schließlich zu verdanken, das sie mit einiger Verspätung doch noch spielen konnte. Die verlorene Zeit konnte aufgrund des Lärmschutzes allerdings nicht nach gespielt werden.

 

Amphi Festival 2014 - Unzucht

Amphi Festival 2014 – Unzucht

Auch am Sonntag wurden die Tore wieder um 10 Uhr geöffnet und die ersten Bands begannen um 12 Uhr zu spielen. Bedenkt man allerdings, das einige der Gäste noch bis 04 Uhr am morgen im Theater gefeiert haben, war das schon sehr früh. Für mich begann der Tag heute mit “Unzucht” um kurz vor ein Uhr. Diese legten gut vor und den Leuten war es vollkommen egal wann sie ins Bett gefallen waren (oder auch nicht). Es wurde gefeiert und getanzt.

 

Amphi 2014 - Solar Fake

Amphi 2014 – Solar Fake

 

 

Spätestens mit “Solar Fake” im Anschluss begann die Menge zu toben. Die zwei Jungs heizten Köln so richtig ein und die Stimmung war bereits um 14 Uhr derart gut, das nur noch ein kompletter Stromausfall die Stimmung hätte trüben können. Das geschah allerdings zum Glück nicht und so war die Stimmung bis zum bitteren Ende bestens.

 

Amphi Festival 2014 - Mono Inc.

Amphi Festival 2014 – Mono Inc.

 

Etwas später traten “Mono Inc.” auf. Auch diese sind typische Wiederholungstäter und gern gesehene Gäste auf dem Amphi. Die Fans empfingen sie lautstark und feierten kräftig mit. Erwähnenswert war auch die Schlagzeug-Einlage zu der Katha zu dem zweiten Schlagzeug ging, welches beim Tontechniker aufgebaut war. Martin nahm derweil am Schlagzeug auf der Bühne Platz und die zwei lieferten sich ein nettes Duell. Die Fans waren begeistert.

Amphi Festival 2014 - Eisbrecher

Amphi Festival 2014 – Eisbrecher

 

Den Abschluss am Sontag und damit für dieses Jahr auch auf der Mainstage machte “Eisbrecher“. Er wurde von seinen Fans begeistert empfangen und rockte die Bühne bis zum letzten Ton. Auch sein Lied “This is Deutsch” kam wieder einmal sehr gut an und nahezu alle sangen mit.

 

Alles in allem war es ein sehr gelungenes Amphi Festival 2014. Das Wetter war gut, der Veranstalter hatte viele Verbesserungen vorgenommen und so beispielsweise mit der Met-Louge für mehr Schattenplätze gesorgt. Auch gab es in diesem Jahr gleich drei Trinkwasserbrunnen, welche die durstigen Fans versorgten. Fehler und Kritik wurden berücksichtigt und verbessert, so muss es sein. Ich jedenfalls bin nun sehr auf 2015 und den neuen Veranstaltungsort rund um die Lanxess Arena gespannt.

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31st Jul2012

Amphi Festival 2012

by Carney

Das Wetter war in letzter Zeit ja nicht das beste in Köln und so befürchtete ich schon das schlimmste, allerdings scheint Petrus ein Festival Fan zu sein und hat sich mit dem Amphi 2012 an den Sommer erinnert. Der Samstag war trocken, der Sonntag sogar heiß. Das sind Festivaltage wie sie alle mögen. Auch die Auswahl der Bands konnte sich mal wieder sehen lassen und stellte die Besucher vor das immer wieder kehrende Problem der Wahl. Hier konnte diese Wahl wirklich zur Qual werden, da so viele gute Bands am Start waren, das man sich kaum entscheiden konnte. Dazu dann noch die vom Körper auferlegten Pausen, während derer man nur von der Ferne lauschen konnte. Die Qualen der Besucher waren vielseitig, aber vielseitiger dürften dennoch die Freuden gewesen sein.

Corvus CoraxAm Samstag ging es bereits früh los und die Schlagen waren auch gegen Mittag noch sehr lang. Ich habe mir erstmal am Pressecoutner mein Armband geholt und meine Technik angemeldet. Danach habe ich mich in der überraschend langen Schlange für Bändchen eingereiht um endlich das Gelände betreten zu können. Das hier soll in keinem Fall ein Vorwurf sein, denn das Personal am Einlass hat schnell und effektiv gearbeitet, die Massen waren einfach zu groß für ein schnelleres vorwärts kommen.

Für Samstag hatte ich mir nur einige Bands vorgenommen und angesehen, fast alle habe ich allerdings gehört und es stehen wieder einige CDs mehr auf dem Wunschzettel. Überraschend war für mich der Auftritt von Corvus Corax. Ich selbst mag diese Art Musik zwar sehr gerne, allerdings kamen sie mir musikalisch doch etwas deplatziert auf dem Amphi vor. Dennoch war es ein grandioser Auftritt und ich hoffe ich werde sie auf anderen Festivals bald wieder sehen. Kennen gelernt habe ich die Band vor sehr langer Zeit im Rahmen der Kaltenberger Ritterspiele. Dort gehören sie zum festen Programm und haben vor der Bühne auch immer reichlich Fans. Die Amphi Besucher haben den Auftritt allerdings auch zu schätzen gewusst und so bin ich sehr gespannt, ob Corvus Corax auf dem Amphi ein Wiederholungstäter wird.

 

Amphi Festival - EisbrecherWirklich sehenswert war auch der Auftritt von Eisbrecher, der sichtlich Freude hatte. Seine Fans bereiteten ihm einen sehr herzlichen Empfang und so hat er bei seinem Auftritt wirklich alles gegeben. Zu hören gab es ein gut gemischtes Programm in dem auch einige Klassiker, wie beispielsweise “Schwarze Witwe”, nicht fehlen durften.

Das Personal war überwiegend freundlich, auch wenn es einige kleine Ausnahmen gab. Am Sonntag kurz vor Schluss kann man aber verstehen, das auch die Angestellten sich auf den Feierabend freuen. Die Security war in ausreichender Zahl vorhanden und immer schnell vor Ort, wenn sie gebraucht wurde. Ich selbst habe sie allerdings nur als Ersthelfer gesehen, bis die Sanitäter da waren. Was mich allerdings geärgert hat, waren die Preise. Das Essens Angebot war breit gefächert und hier waren die Preise für ein Festival durchaus in Ordnung. Die Getränke Preise allerdings sprechen eine andere Sprache. Gerade für Sonntag waren EUR 4.- für 0,5l Cola doch sehr teuer. Hätten die Veranstalter hier nicht mit dem kostenlosen Leitungswasser vorgesorgt, hätte es sicherlich viel mehr Sanitäter Einsätze gegeben. Liebe Gastronomie, meinetwegen dürft ihr gerne an den alkoholischen Getränken verdienen, da diese nicht zwingend notwendig sind. Allerdings solltet ihr auch etwas anti alkoholisches zu einem vernünftigen Preis anbieten. Das spart Stress, Ärger und nicht zuletzt Sanitäter Einsätze.

Wie immer auf dem Amphi war natürlich auch abseits der Bühnen etwas für’s Auge geboten. Ein Großteil der Besucher hatte sich in Schale geworfen und zum Teil dabei auch nicht mit den Reizen gegeizt. Das Spektrum war gewohnt breit gefächert. So gab es einige in barocken Gewandungen, aber auch Cyberpunk war wie immer stark vertreten. Andere zeigten eine große Auswahl verschieden durchsichtiger Kleidung und verhüllten damit zum Teil nur noch spärlich. Auch aus der BDSM Szene waren wie immer einige vertreten, so das Halsbänder mit Leine ebenso zum Anblick gehörten wie Gehstock und Zylinder. Am Sonntag wurden die Kleider nochmal etwas knapper um mit den Temperaturen zurecht zu kommen.

Amphi Festival - SchöngeistDer Sonntag fing für mich früher an als der Samstag, denn ich wollte die Amphi Prämiere von Schöngeist sehen. Also war ich bereits um kurz nach 12 im Staatenhaus und freute mich auf den Auftritt. Zuvor hatte ich bereits mit Timur regen Mailkontakt gehabt und wir werden auch in jedem Fall noch ein Interview führen. Seine Amphi Prämiere jedenfalls hat er gemeistert und auch ihm drücke ich die Daumen für eine Wiederholung. Die Leute waren noch etwas schläfrig vom Vortag, dennoch feierten sie mit. Lediglich eines klappte ganz und gar nicht. Als Timur die Gäste aufforderte eine kurze Melodie mit ihm zu singen, verweigerten ihm alle diesen Gefallen. Kein Pluspunkt für das Kölner Publikum an dieser Stelle.

Für mich war bereits an dieser Stelle erstmal Arbeit angesagt, da ich einige Interview Termine vor mir hatte. So traf ich mich als erstes mit Chris Pohl von Blutengel. Leider hatten wir nicht allzu viel Zeit, da sich natürlich auch noch alle auf den Auftritt vorbereiten mussten. Einige Fragen habe ich daher von meinem Zettel gestrichen um das Interview möglichst kurz zu halten. Ich hoffe ich kann sie in Zukunft noch stellen und bis dahin kommen sicherlich auch wieder einige dazu. Eine Frage hat mir Chris leider nicht beantwortet, nämlich die nach dem Namen des neuen Albums. Wir müssen uns hier überraschen lassen. Mir hat das Interview großen Spaß gemacht und ich habe Chris als sehr sympatisch und offen kennen gelernt. Daher ein großes Dankeschön für das Interview und natürlich auch an Steven, für die Organisation.

Als nächstes war ich zu einem Interview mit Mono Inc. verabredet. Machen wollten wir das schon sehr oft, doch immer kam etwas dazwischen und so wurde es seit 2009 immer wieder verschoben und hat auf dem Amphi endlich geklappt. Gut Ding will eben Weile haben. Getroffen habe ich Carl Fornia und mit ihm ein sehr lustiges Interview geführt. Wäre der Auftritt nicht so bald gewesen, hätte dieses Interview sicherlich ausarten können und eine lustige Stunde eingenommen. Zum Glück hat Marion aber die Zeit im Auge behalten und uns beide rechtzeitig gebremst. Auch an diese beiden ein großes Dankeschön und ich hoffe es war nicht das letzte persönliche Treffen.

Beide Interviews werden auf Radio Schlag-Fertig übertragen. Die Sendetermine werde ich über Facebook und den Kalender frühzeitig bekannt geben.

Amphi Festival - BlutengelAnschließend habe ich mir natürlich noch die Show, denn Konzert möchte ich es nicht nennen, von Blutengel angeschaut. Natürlich wurde auch gesungen, aber bei Blutengel geht es eben auch um die Show drumrum. Eine Frage die sich mir schnell stellte ist, wie schnell sind die Damen beim umziehen, oder hat er da eine ganze Gruppe hinter der Bühne. In jedem Fall sei jedem ans Herz gelegt sich ein Konzert live anzusehen, dann kann man meine Worte vielleicht nachvollziehen. So sind die Texte rund um Tod, Vampire und ähnlich düstere Geschichten begleitet von Feuer, viel Kunstblut und schönen Frauen.

Abschließend muss ich sagen, das dem Veranstalter wiedermal ein gelungenes Festival geglückt ist. Das Wetter war super, die Bands heizten den Besuchern ein und die Stimmung war grandios. Für alle die noch nie auf dem Amphi Festival waren sei gesagt, ihr habt was verpasst. Klar es gibt immer auch negative Dinge, doch solange die positiven Erlebnisse deutlich überwiegen, kann man damit durchaus gut leben. Ich jedenfalls habe bereits jetzt einen Blick auf das Amphi 2013 geworfen, denn die ersten Bands haben bereits zugesagt.

Weitere Bilder sind im Internet natürlich zahlreich vorhanden. Von mir sind noch einige mehr hier zu finden. Allerdings bei weitem nicht alle, denn ich bin mit über 1200 Bilder nach Hause gekommen.

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